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Die Fortschritte in der Forschung und rasante Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Verhaltensbiologie war in den letzten Jahren enorm. Spannend und Interessant, oft aber auch Verwirrend und Unnütz. Als Primärpraktiker fühle ich mich verpflichtet diese "neuen Erkenntnisse" zu studieren und mit meinen eigenen Erfahrungen abzugleichen, zu ergänzen oder auch zu verwerfen.

 

Persönlich ärgere ich mich über "Fachkollegen" die neuste Resultate oder Erkenntnisse laienhaft oder ausschliesslich zu ihrem Nutzen so interpretieren oder auslegen, dass es der Wahrheit überhaupt nicht mehr nahe kommt.

Warum Mantrailing nicht nur gut ist

11. April 2018

 

Ein paar Gedanken zu Mantrailing im «Hobbybereich»

 

Das Riechhirn ist Teil des sog. Mesolimbischen Stranges und damit auch des emotionalen Belohnungssystems. Auch im Riechhirn gibt es Dopaminregionen, und diese werden nachweislich besonders aktiviert wenn gleichzeitig die Skelettmuskulatur arbeitet (Schnüffeln, scharren, Vorwärtslaufen). Suchtgefahr!

 

deshalb haben wir da eben im Pubertätsbereich dieselben Suchtgefahren wie bei anderen selbstbelohnenden Aktivitäten. Da je nach Größe und Reifungsgeschwindigkeit der Rasse grob die Monate 6 - 12 des Hundes den Jahren 13 - 18 des Menschen entsprechen haben wir da auch die gleichen Gefahren wie bei menschl. Jugendl. in dem Alter.

 

Weiter ist gerade in diesem Alter von 6-12 Monaten, der Hunde die Persönlichkeitsentwicklung alles andere als stabil. Unsicherheiten und Überforderung der

selbstständigen Einschätzung und Bewältigung von Konfliktsituationen können die Hunde massiv stressen. Dauerhafter Stress oder Überforderung führen zu

psychischen oder gar körperlichen Schäden. Der Hundeführer muss hier ganz genau hinschauen und dem Hund entsprechend Hilfe, resp. Unterstützung anbieten.

Genau da versagen die meisten «Hobby-Trailer». Selbst für uns als Vollprofi ist es sehr schwer zu erkennen wann der Hund «im Seich ist» und wann nicht.

 

Besonders diese sensible Phase der Entwicklung von Hunden ist das Trailer besonders gefährlich.

  • Jagdverhalten erwacht

  • Persönlichkeitsentwicklung ist im Gange

  • Pubertät baut Hirnregionen komplett um

  • Instinktives Verhalten (genetische Struktur) steht oft im Widerspruch zum Tun

     

    Das ist noch bei weitem nicht alles was in diesen sensiblen Phasen «passiert», aber reicht durchaus um normale Hundetrainer oder Hundeleute zu sensibilisieren.

Die Kastration beim Hund – Ein Paradigmenwechsel

Neue Forschungserkenntnisse zum Thema Kastration

16.10.2014

Von Ralph Rückert, Tierarzt

<<Ich gehöre zu einer Generation von Tierärzten, der beigebracht wurde, eher beiläufig und ohne großes Nachdenken alles zu kastrieren, was nicht bei Drei auf dem Baum ist>>

 

Für einige Tierarten ist das auch nach wie vor der einzig gangbare Weg. Katzen beiderlei Geschlechts werden nun einmal erst durch die Kastration zu Haustieren. Auch Kaninchen und einige Nager können unkastriert eigentlich nicht artgerecht gehalten werden. Beim Hund waren wir aber bezüglich der Kastration nie in einer echten Zwangslage. Man kann mit entsprechendem Aufwand selbstverständlich intakte Rüden und Hündinnen völlig artgerecht halten. Andere Gründe waren ausschlaggebend: Die Prophylaxe verschiedener Erkrankungen, verhaltensmedizinische Probleme und die generelle Erleichterung der Haltung für den Besitzer. Den Vorteil der Unfruchtbarmachung hat man eher nebenbei mitgenommen. Wir lebten in der Überzeugung, dass wir den Hunden auf jeden Fall etwas Gutes tun. Diesbezüglich wird uns aber nun gerade der Teppich unter den Füßen weggezogen! Wenn Sie es irgendwo laut krachen hören, könnte das der Aufprall unseres kollektiven tiermedizinischen Hinterns auf dem Boden sein.

 

lesen Sie weiter im pdf.............

In bester Absicht und doch zu viel?

11.02.2015

Von Ralph Rückert, Tierarzt

 

Für so manchen Hundebesitzer ist es ein feststehender Glaubenssatz, dass man Hunde richtig auslasten müsse, ihnen sozusagen Action ohne Ende bieten sollte. Agility, Obedience, Dog-Dancing, Man-Trailing, Longieren - der Angebote gibt es viele und sie werden auch zunehmend wahrgenommen. Von Kindesbeinen an ist der Hund eingebunden: Welpengarten, Junghundetraining, Fortgeschrittenenkurs. Der moderne und verantwortungsbewusste Hundehalter ist bestens informiert, hat eine ganze Bibliothek an Fachliteratur und ist in diversen Internetforen aktiv. Kurz: Man - und da nehme ich mich nicht aus - will das Beste für seinen Hund! Schließlich gilt der Satz: Für uns sind es nur ein paar Jahre, für ihn sein ganzes Leben. Aber: Schießen wir eventuell über das Ziel hinaus? Kann man auch zu viel machen?

Allgemeine und Eingehende Untersuchung:

Dreh- und Angelpunkt der Tiermedizin

17.12.2014

Von Ralph Rückert, Tierarzt

Nichts, wirklich nichts, ist für korrektes tiermedizinisches Vorgehen so wichtig wie die Allgemeine (AU) und die Eingehende Untersuchung (EU). Und nichts, wirklich nichts, wird von vielen Kunden geringer geschätzt als diese beiden Tätigkeiten. Und nichts, wirklich nichts, könnte falscher sein!

GESCHIRRARTEN und VERWENDUNG
NÜTZLICHE INFORMATIONEN RUND UM DAS THEMA GESCHIRR

 

Es gibt viele verschiedene Geschirre in unterschiedlichen Funktionen und Formen. Tierheilpraxis & Hundeschule FREUNDSCHAFT HUND stellt die gängigsten Geschirrarten vor.

 

Mit freundlicher Genehmigung platziere ich hier einen Link zu Tierheilpraxis & Hundeschule FREUNDSCHAFT HUND

Hunde in Bewegung
SYMPOSIUM 2014 IN NIEDERBIPP


hochinteressant bis spannend und keinen Moment langweilig waren die zwei Tage mit dem Thema <<Hunde in Bewegung>>

Hans Peter Siegenthaler zeigte uns seine Tätigkeit als Chiropraktiker in einer angenehmen Ruhe auf und erklärte was so alles zwicken und blockieren kann. 

 

Marco Muowen entführte uns in die Welt der Physiotherapie und begeisterte mit seinem Wissen und Witz. Als langjähriger Agi-Sportler weiss er genau so es Probleme machen kann.

 

Mit Begeisterung lauschten wir den Ausführungen von Prof. Dr. Martin S. Fischer. In seiner wunderbar lockeren und angenehmen Art stellte er die "Jena-Studie" vor und erklärte uns welche bahnbrechenden Erkenntnisse diese hervor brachte. Als Highlight brachte er uns auch erste Bilder aus der aktuellen Studie mit. Wir sind richtig "heiss" auf die nächste Publikation.

 

Danke an ALLE die diese zwei Tage zum Erlebnis machten.

Hot Spot
bei Hunden ist nicht "nur" eine allergische Reaktion.


Aus gegebenem Anlass ein paar wichtige Informationen zum Thema "Hot Spots".

Lange Zeit ging man davon aus, dass „Hot spots“ als Folge einer verminderten Belüftung der Hautoberfläche und hoher Umgebungstemperatur auftreten, da sie bevorzugt in der warmen Jahreszeit und bei Hunden mit dichtem, langem Fell gesehen werden. Da aber auch Kurzhaarrassen wie Rottweiler und Labrador für derartige Veränderungen prädisponiert sind, muß es noch weitere Gründe für die Entstehung von „Hot spots“ geben. 

 

Die Tierklinik Birkenfeld hat hierzu wertvolle Informationen aufbereitet

http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=35

 

Notfall -Merkblatt


Jede Hundehalterin und jeder Hundehalter wird schon einmal einen Splitter aus der Pfote seines Hundes gezogen, eine leichte Bisswunde verarztet oder verzweifelt die Symptome zu deuten versucht haben, wenn sich der Hund plötzlich völlig anders verhält. Wo man sich im Notfall hinwenden kann und welche Massnahmen sofort zu ergreifen sind, hat das SHM übersichtlich zusammengestellt. von Christine Naef

Merkblatt Giftpflanzen


von Christine Naef, unter Mitarbeit des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie Uni Zürich Während wir die Schönheiten der Natur vorwiegend mit den Augen wahrnehmen, erkunden Hunde die Pflanzen- und Blumenwelt ausserdem mit der Nase und manchmal auch mit dem Fang. Um der Gefahr einer Vergiftung vorzubeugen, listen wir Ihnen hier die gängigsten Blumen, Pflanzen und Sträucher auf, die toxische Substanzen enthalten. Das praktische Merkblatt zum Herausnehmen soll Ihnen beim Pflanzenkauf behilflich sein – damit Sie sich nicht ahnungslos Giftpflanzen zulegen ...

Giftige Gartenpflanzen


Gute Kenntnisse zum Thema Giftpflanzen, vorallem im Zimmer-, Balkon- und Gartenbereich, sind für Haustierbesitzer äusserst wichtig, um die Gefahrenquellen zu minimieren.

Auch Hunde kommen auf verrückte Ideen, sie wollen spielen und ihre Welt erkunden – genau wie wir. Da sie dazu aber keine Hände benutzen können, verwenden sie neben ihrer Nase vor allem ihre Zähne und Zunge. Gerade Welpen nehmen viele Dinge in ihr Maul, tragen es herum, knabbern daran und schlucken möglicherweise auch Teile davon ab.

Warum Hunde Gras fressen


Welcher Hundehalter kennt das nicht: Hund wühlt leidenschaftlich im Mist oder frisst Gras wie eine Milchkuh. Macht er das um uns zu ärgern? Ein Bericht aus der Zeitschrift Partner Hund

Können / dürfen Kinder selbstständig Hunde erziehen?


Viele Kinder wünschen sich einen Hund. Doch Eltern sollten wissen; letztendlich liegt die Verantwortung für das Tier und die körperliche Unversehrtheit der Kinder bei Ihnen! Kinder können in der Regel noch nicht ermessen, wie gross die Verpflichtung und Verantwortung ist, die sie übernehmen sollen.

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Neugierig und offen

Nur was der Mensch selbst für sinnvoll hält, dass was ihn neugierig macht, wird er langfristig behalten. Von außen initiierte Lernprozesse erreichen allenfalls das Kurzzeitgedächtnis. So wie wir alle bei Klausuren wissen. Man behält schon ein paar Sachen, wenn man diese ein paar Wochen vorher gelernt hat. Aber 2-3 Monate später ist es schon wieder verloren. Das Gehirn ist in erster Linie ein Filterorgan, nicht so sehr ein Speicherorgan. Es kann natürlich auch speichern, aber in erster Linie schützt es uns vor der Überflutung an Informationen und lässt nur willkommene Neuerfahrungen hinein. Das was eine willkommene Neuerfahrung ist, kann der Mensch immer nur selbst in seinem inneren bestimmen. Wenn er Zugang dazu hat, dann sind Lernprozesse leicht, machen Spaß und sind nachhaltig erfolgreich. Wenn er keinen Zugang dazu hat, funktionieren sie nicht.

Ergänzend zum Thema Schule / Schulsystem:

Prof. Gerald Hüther - Harte Kritik am Schulsystem